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Ungarische Schweizerin aus Serbien auf Lesebesuch

Lexikon | aus FALTER 44/10 vom 03.11.2010

Mit Melinda Nadj Abonjis "Tauben fliegen auf" hat die Jury des Deutschen Buchpreises 2010 einen Überraschungssieger gekürt. Der zweite Roman der 1968 in der ungarischsprachigen Vojvodina geborenen nunmehrigen Schweizerin (Verlag Jung und Jung), findet seither reißenden Absatz. Erzählt wird von einer Familie, die in einem neuen Land angekommen ist, aber dort nicht angenommen wird. "Wer das Buch mit Skepsis gegen literarische Beichten und Identitätskitsch zu lesen beginnt, wird am Ende vom Verlauf einer inneren Migration begeistert sein", schreibt Matthias Dusini in seiner Rezension. Die Autorin liest in der Alten Schmiede zum ersten Mal in Wien aus dem Buch. Weiters auf dem Programm steht eine Lesung von Angelika Reitzer aus ihrem Roman "Unter uns" (Residenz), der sich auch einen Preis verdient hätte. SF

Alte Schmiede, Mi 19.00


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