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Tricky beweist: Kiffer haben auch wache Momente

Lexikon | aus FALTER 44/10 vom 03.11.2010

Wenn man Tricky auf Fotos betrachtet, dann würde man ihm nicht mehr allzu viel zutrauen. Der Eindruck täuscht. Im Moment hat der Trip-Hop-Pionier aus Bristol einen zweiten kreativen Frühling. Nachdem er tatsächlich einige Zeit lang massiv geschwächelt hatte und sich danach in Los Angeles versteckt hielt, gelang ihm zunächst mit der Ghetto-Ode "Knowle West Boy" 2008 wieder mal ein respektabler Tonträger. Das aktuelle Album "Mixed Race" ist noch um einiges stärker, weil präziser und kompakter ausgefallen. Es bündelt Themen von Trickys Leben und musikalische Stile, die für ihn wichtig waren und sind, zu zehn knackigen Songs. Erstaunlich, wie fokussiert der ewige Kiffer ans Werk geht. Live versteckt sich der Mann ja nur zu gern vor seinem Publikum. An einem guten Tag sollte es trotzdem zu einer intensiven Performance reichen. SF

Arena, Di 19.00


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