Das Dreitagefestival zum steirischen "Popwunder"

Steiermark | Herwig G. Höller | aus FALTER 44/10 vom 03.11.2010

Styrian Stylez orientiert zum dritten Mal über die lokale Szene

Die Auftrittsmöglichkeiten sind überschaubar, der lokale Markt ist beschränkt, und ökonomisch potente Plattenlabels gibt es vor allem anderswo. Nichtsdestotrotz, auffällig viele Musiker und Musikerinnen gerade aus der Steiermark gründeten in den letzten Jahren eine Vielzahl an Popformationen, die auch jenseits der Landesgrenzen zunehmend für Aufmerksamkeit, gar Furore sorgen.

Der offensichtliche Boom legte 2008 auch die Gründung eines Großevents nahe, der sich ausschließlich mit avanciertem Steirerpop beschäftigen sollte: Dieser Tage steigt Styrian Stylez nun bereits zum dritten Mal. Obschon das Festival keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt - so fehlen etwa steirische Shootingstars wie Soap & Skin, Anna F. oder der Grazer Singer/Songwriter Son of the Velvet Rat -, kann durchaus von einer Werkschau die Rede sein. An vier Locations kommen an drei Abenden stolze 55 Einzelkünstler und Bands zum Einsatz. Neben bekannten Combos wie Bunny lake, Binder & krieglstein, favela Gold, fiago, hella Comet, the incredible Staggers oder Sawoff Shotgun treten auch Singer/Songwriter wie der Literat Philipp Szalay oder auch unbekanntere Nachwuchsformationen auf. DJs und VJs von Clara Moto bis OchoreSotto runden das Spätabendprogramm ab.

Aber nicht nur Unterhaltung wird 2010 großgeschrieben. Styrian Stylez verfolgt heuer erstmals auch eine andere Mission: Professionalisierung. Erstmals findet ein "Music Camp Graz" statt, das sich insbesondere mit Popwirtschaft beschäftigen wird. Der schottische Popexperte Olaf furniss wird etwa über Veröffentlichungen, das Generieren von Fans und Geldverdienen dozieren. Aber wissen das die Steirer nicht ohnehin?


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