Nachrichten aus dem Inneren

Die Redaktion erklärt sich selbst

Falter & Meinung | Klaus Nüchtern | aus FALTER 44/10 vom 03.11.2010

Diese Rubrik ist ausschließlich der Selbstmystifikation und -beweihräucherung der Redaktion gewidmet. Aus Gründen, die ich ihrerseits ganz gern ins milde Licht eines Mysteriums getaucht sähe, hat man diese Aufgabe mir übertragen. In diesem Falle würde der gleißend kalte Lichtkeil der Wahrheit schnell durch die trüben Farbschleier schneiden, weswegen ich gleich mit dieser (der Wahrheit nämlich) rausrücken kann. Es ist das gute alte Superhelden-Dilemma (Spiderman und ich wissen ein Lied davon zu singen): Wer die Welt retten kann, muss es auch tun. Die Produktion der letzten Ausgabe glich - um kurz das Genre zu wechseln - Eva Marie Saint am Mount Rushmore: Selbst die superlang dienenden Superhelden wie Michael "Super 8" Omasta konnten sich nicht daran erinnern, dass es so was schon einmal gegeben hätte: zwei "kurze Wochen" in Folge, wobei "Woche 2" ("this time it's supershort!") sozusagen von beiden Seiten her angeknabbert war: kein Dienstag, der 26.10., und kein Montag, der 1.11., weswegen der Falter praktisch in drei Tagen fertigzustellen war.

Das ist der Moment, in dem man sich (Spiderman!) auf alte Netzwerke verlassen können und exterritoriale Kräfte hinzuziehen muss; fürs Feuilleton etwa die Loge der ehemaligen Studentinnen und Studenten des Germanisten Wendelin Schmidt-Dengler: Bernhard Fetz musste uns die Jandl-Ausstellung noch vor Eröffnung zugänglich machen (Zeitreise!), Klaus Kastberger superhurtig eine Handke-Doppelrezension schreiben und Daniela Strigl superfix das Buch der Stunde eintüten. Nächste Station: Weltherrschaft!


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