Seinesgleichen geschieht

Die demokratische Wüste wächst - das Budget der vertanen Möglichkeiten

Der Kommentar des Chefredakteurs


Armin Thurnher
Falter & Meinung | aus FALTER 44/10 vom 03.11.2010

Österreich hat wieder ein Budget. Die Zeitungen sind zwar wütend, aber Kommentatoren und Budgetmacher treffen einander bald in angenehmerem Rahmen wieder. Oder man stellt sie mit ein paar Inseraten ruhig. Die prominenten Bedenkenträger, die immer raunzen, gehören zum Politzirkus. Der ehemalige Rechnungshofchef zum Beispiel, der meinte, für dieses Budget habe sich der Verfassungsbruch nicht ausgezahlt. Der Bundespräsident fordert soziale Ausgewogenheit. Mahnonkels, bei deren Reden kein Ministersekretär den Fernseher lauter stellt.

Gut, draußen auf den Straßen haben sich ein paar Studis wichtiggemacht. Denen strich die Regierung die Familienbeihilfe nach dem 24. Lebensjahr samt allen damit zusammenhängenden Begünstigungen. Dieses Thema bewegt nun die Republik. Budgetmäßig betrachtet bedeutet die Summe, um die es hier geht (weit unter 20 Millionen Euro) nicht einmal Erdnüsse.

Man werde zwar keine Pakete mehr aufschnüren, andererseits sei das Budget ja nicht in Stein gemeißelt,

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