Kolumne

Die politische Barbarei der Rechten kann Obama stärken

Außenpolitik


Raimund Löw
Falter & Meinung | aus FALTER 44/10 vom 03.11.2010

Ein Debakel der Regierungspartei ist bei amerikanischen Midterm Elections fast die Regel. Sogar Ronald Reagan hat in der Mitte seiner ersten Amtszeit den Kongress verloren. Der Pendelschlag vom Triumph des linksliberalen Barack Obama zur Wiederauferstehung einer weit nach rechts abgerutschten republikanischen Partei geht jedoch besonders tief unter die Haut. Schien die Finanzkrise, kombiniert mit dem Machtwechsel im Weißen Haus, doch eine Ära konservativer Hegemonie zu beenden.

Das Comeback der amerikanischen Rechten ist mit einer ziemlich einzigartigen medialen Polarisierung verbunden. Fox News, der zum Medienimperium Rupert Murdochs gehörende TV-Kanal, hat bei allem Trommeln gegen den Terror einst neben Meinung doch auch Informationen geliefert. Glenn Beck, der aktuelle Fox-News-Superstar, zieht sein Millionenpublikum dagegen in eine paranoide Scheinwelt, in der ernsthaft diskutiert wird, ob Obama Kommunist, Nazi, Moslem oder gar kein Amerikaner sei. Auch bei der linksliberalen Konkurrenz

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