Hurra! Wir sind an der Macht

Politik | aus FALTER 44/10 vom 03.11.2010

Mit den Wiener Grünen betreten die Post-78er die politische Hauptbühne. Porträt einer Truppe, die aufs Regieren brennt wie keine andere - und der Wiener SPÖ mehr Elan geben könnte

Bericht: Barbara Tóth

Nein, Berufsjugendlicher will sich Christoph Chorherr nicht nennen lassen. Aber so, wie er ins Café Eiles hereineilt, das derzeitige Stammcafé der koalitionsverhandelnden Grünen, in einem lässigen Kapuzenpulli und abgewetzten Jeans und mit federndem Gang, könnte man den bald 50-Jährigen auch für einen Studentenpolitiker halten. Und wenn man ihn dann reden hört, mit atemloser Begeisterung und weit aufgerissenen Augen, dann lässt das manchen Jungabgeordneten daneben alt aussehen. "Seit ich in der Politik bin, warte ich darauf, dass wir endlich gestalten können", bricht es aus ihm heraus. Also seit 19 Jahren.

Aus Chorherr spricht nicht nur der langjährige Parteichef der Wiener Grünen, jener Mann, der im Jahr 2001 mit der Wiener Sozialdemokratie 60 rot-grüne Kleinprojekte ausverhandelte.


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