Keine Mäuse fürs Labor

Politik | aus FALTER 44/10 vom 03.11.2010

Ein geheimes Strategiepapier zeigt, wie die Regierung den Forschungsstandort Österreich bis 2020 stärken will

Bericht: Bernhard Fischer

Keine neuen Forschungsgeräte, kein neuer Mäusestall und kein neues Spektrometer. Den Unis fehlen 1,5 Milliarden Euro für die Forschung, klagt der Wissenschaftsfonds (FWF). "Aber wir hören nur: Haltet den Mund bis auf Weiteres, mehr gibt's jetzt nicht," sagt Christoph Kratky, Präsident des FWF.

Dabei gibt es längst eine Strategie für den Forschungsstandort Österreich, die seit Sommer in den Schubladen von Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) und Finanzminister Josef Pröll (ÖVP) schlummert. Der Falter nahm Einsicht in dieses geheime Strategiepapier mit dem Titel "Der Weg zum Innovationleader", das in seiner Endversion die Grundlage für wesentliche Gesetzesbeschlüsse in Österreichs Forschungslandschaft sein soll.

Das ordnerdicke Dokument gibt Grund zur Hoffnung. Darin enthalten ist das schriftliche Bekenntnis, "Exzellenz zu forcieren", "Wertschöpfung

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