Nachgesehen

Politik | Barbara Tóth | aus FALTER 44/10 vom 03.11.2010

Der Schauplatz, am Tag nach dem Geschehen noch einmal betrachtet

Yusofs Vater fährt Taxi, spart und freut sich über prominente Unterstützer

Für Fahim Naziri ist seit letzter Woche vieles anders, nachdem der Falter über seinen Kampf um seine Familie geschrieben hatte. Sein Sohn Yusof wurde mit seiner mongolischen Mutter im Juni nach Tschechien abgeschoben, letzten Donnerstag überstellten die Prager Behörden die beiden nach Ulan Batur. Fahim ist Österreicher. Die Asylrichter entschieden, dass der Vollzug des Fremdenwesens wichtiger sei als sein Recht auf Familie. Die Empörung war groß, inzwischen gibt es ein Spendenkonto, das die ORF-Journalistin Susanne Scholl eingerichtet hat (Raiffeisen LB NÖ/Wien, Kontonummer: 112009015, BLZ 32000 Verwendungszweck: Fahim Naziri). Dort kann einzahlen, wer Fahim helfen will, seine Reise nach Ulan Batur zu finanzieren, um Yusofs Mutter zu heiraten und die beiden nach Österreich zurückzuholen. Dabei hilft ihm auch ein neuer Anwalt, Wilfried Embacher. Nur eines ist heute wie damals für Fahim Naziri gleichgeblieben: Er fährt jeden Tag Taxi.


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