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IT-Kolumne

Medien | Ingrid Brodnig | aus FALTER 44/10 vom 03.11.2010

Ich behaupte: Facebook-Quizze sind das Allerletzte. Es ist echt faszinierend, wie viele User diese Onlinefragebögen ausfüllen, nur um herauszufinden, welcher Harry-Potter-Charakter sie sind oder welches Tier ihrem Wesen entspricht. Aber ich gestehe: Manchmal nehme ich auch daran teil. Ich bin einfach zu neugierig - und ein Mitläufer. Neulich haben einige meiner Facebook-Freunde das Quiz "Which EU capital should you live in?" ausgefüllt, und ich tat es dann auch. Jetzt weiß ich, dass ich nach Budapest ziehen sollte. Natürlich war die Fragestellung und die Erklärung des Resultats total vertrottelt. Aber so ist das eben bei Facebook-Quizzen. Ich habe dann meine Kumpels gefragt, ob das irgendwer ernst nimmt. Freilich nicht. Einer hat aber etwas sehr Kluges zurückgeschrieben: "Für viele User wird's so sein wie bei einem Horoskop: Sie empfinden einen masochistischen Genuss dabei, sich einer Schublade zuteilen zu lassen." Stimmt. Facebook-Quizze und Zeitungshoroskope sind ungefähr gleich uncool.


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