"Terrorismus ist nie lokal"

Feuilleton | aus FALTER 44/10 vom 03.11.2010

Regisseur Olivier Assayas über seinen TV-Dreiteiler "Carlos", der in einer dreistündigen Kurzfassung nun auch im Kino anläuft

Interview: Joachim Schätz

Einem hat der neue Film von Olivier Assayas gar nicht gefallen: Der Venezolaner Ilich Ramírez Sánchez, der in den 70ern als Terrorist Carlos Europa in Atem hielt, gab von seiner Pariser Gefängniszelle aus bekannt, dass er mit der Interpretation seiner Vita durch den Franzosen durchaus nicht einverstanden wäre. Dass Assayas' "Carlos" heuer in Cannes nicht im Wettbewerb, sondern außer Konkurrenz seine Premiere feiern musste, hatte aber nichts mit den Klagsdrohungen Ramírez' zu tun, sondern mit der Finanzierung des fulminanten Fünfeinhalbstünders: "Carlos" wurde vom Bezahlsender Canal+ als TV-Dreiteiler in Auftrag gegeben, die dreistündige Kinofassung, die jetzt regulär anläuft, entstand als Sekundärprodukt.

Erbsenzählerei, so was: Wie Assayas' ruhelose Kamera und sein sensationeller Carlos-Darsteller Édgar Ramírez durch die

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