Schlechtes Gewissen und gute Absichten

Feuilleton | aus FALTER 44/10 vom 03.11.2010

Abgeschmacktes Kasperltheater: der dokumentarische Spielfilm "Die verrückte Welt der Ute Bock" von Houchang Allahyari

Filmkritik: Michael Omasta

Vor genau einem Jahr, am letzten Tag der Viennale, feierte "Bock for President", ein Dokumentarfilm von Houchang Allahyari, im von Studenten besetzten Audi Max der Universität Wien Premiere.

Nun ist es wieder so weit. Die Viennale geht zu Ende, die Studierenden protestieren, und Allahyari zeigt wieder einen Film über die unermüdliche Flüchtlingsbetreuerin, die en passant gar das schlechte Gewissen der guten Wienerinnen und Wiener verkörpert. "Die verrückte Welt der Ute Bock" heißt dieser brandneue, vom ORF, dem Filmfonds Wien sowie der Filmabteilung des Bundes unterstützte Genrehybrid - der mit Szenen von der Premiere des ersten Films beginnt.

Der grundlegende Bauplan ist simpel: Alles im Film basiert auf wahren Begebenheiten - fast alles wurde mit Schauspielern realisiert. Ute Bock spielt sich selbst, detto Karin Klaric, eine Anwältin und


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige