Die Viktor-Adler-Perspektive

Stadtleben | aus FALTER 44/10 vom 03.11.2010

Auch der Markt in Favoriten hat seine Szenegastronomie - mit Aussichtsplattform

Lokalkritik: Florian Holzer

Das Bild des Viktor-Adler-Markts ist nicht einheitlich. Die Stände bieten Produkte des vergleichsweise alltäglichen Küchenbedarfs an, Delikatessenscouts und Gourmetfuzzis sind hier fehl am Platz. Sie würden sich auch recht leicht verirren, denn der Favoritner Traditionsmarkt zeichnet sich schon eher durch eine labyrinthische Anordnung aus.

Was den Viktor-Adler-Markt von anderen Wiener Märkten - also konkret dem Naschmarkt, Karmelitermarkt, Yppenmarkt sowie Kutschkermarkt - bisher auch noch recht deutlich unterschied, war das Fehlen der derzeit ja grassierenden Marktlokale: Sushibars, Espresso- und Salathütten, vietnamesische Spießchengriller und panoramaverglaste Designorientalen. War hier alles nicht, Leberkässemmel, Brathuhn, Kebab und das saure Achterl prägten das Bild - paradiesische Zustände für die Lordsiegelbewahrer der Anti-Bobo-Fraktion.

Ob sich das jetzt ändert,


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