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Sieben Tage höchster Kunstgenuss

Lexikon | aus FALTER 45/10 vom 10.11.2010

Schluss mit dem sehnsüchtig nach Berlin und London Schauen, hat sich das Dorotheum vor einigen Jahren gesagt und beschlossen, Wien als blühende Kunstmetropole zu promoten. Die damals erfundene und seither vom Auktionshaus gesponserte Vienna Art Week möchte nicht zuletzt auch internationale Aufmerksamkeit auf die aktuelle Produktion in Institutionen und Ateliers lenken. Dabei werden weniger selbst Ausstellungen und Events gestaltet als Führungen, Diskussionen und Performances zu gerade laufendem Programm geboten. Der golden glänzende Programmfolder macht deutlich, was für ein Reichtum an hoch- und subkultureller Kunstszene in Wien zu finden ist. Aber Achtung: Für viele der kostenlosen Veranstaltungen ist eine Anmeldung unter www.viennaartweek.at erforderlich.

Im Rahmen der Wiener Kunstwoche findet auch wieder der ARTmART im Künstlerhaus statt, bei dem Arbeiten zum Einheitspreis von 80 Euro erworben werden können. Die Frage "Ist Kunstkritik käuflich?" wird in einer der zahlreichen und hochkarätig besetzten Podiumsdiskussionen behandelt. Eine Baustellenführung mit Agnes Husslein und dem Architekten Adolf Krischanitz durch das 20er Haus steht ebenso am dichten Wochenplan wie Atelierbesuche bei Künstlern oder die "departure design tour", die zu Traditionsunternehmen führt und deren Kooperationen mit Jungdesignern vorstellt. Breaded Escalope nennen sich Wiener Designer, die eine Performance zeigen, und das Leopold Museum gewährt zeitgenössischem Tanz Einlass. Auch die hiesigen Galerien ziehen mit und machen am 19. und 20.11. Programm. Am 16. 11. spielt um 22.00 die Band Beauties of the Night im Künstlerhaus. NS

Diverse Orte, 15. bis 21.11.


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