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Kurz besprochen:?gemischter Satz

Lexikon, FALTER 45/10 vom 10.11.2010

Migration

Bernd Brunner: Nach Amerika. Die Geschichte der deutschen Auswanderung. C.H. Beck, 252 S., ? 13,40

Von den 40 Millionen Menschen, die zwischen 1815 und 1914 aus Europa in die USA auswanderten, waren rund sieben Millionen Deutsche; rund ein Sechstel aller Amerikaner hat deutsche Vorfahren. Es waren in erster Linie wirtschaftliche Gründe, die die Massen in das fast menschenleere Land trieben. Ein Fünftel der Einwanderer blieb arm, sagen die Statistiken, drei Fünftel schafften es in den Mittelstand, und das letzte Fünftel brachte es zu großem Reichtum.

Dem Autor gelingt es zu zeigen, wie den Deutschen - dabei immer auch Schweizer und Österreicher im Blick - der Spagat zwischen Erhaltung des "Deutschtums" und Integration gelang. Ausschlaggebend dafür waren Kirchen, Schulen und Vereine, vor allem aber die Publikationstätigkeit. Bis zum Ersten Weltkrieg gab es 90 deutschsprachige Tageszeitungen; der überwiegende Teil der Einwandererpresse erschien auf Deutsch. 18 Kurzporträts

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