Menschen

Willst an Wickel?

Lexikon | Christopher Wurmdobler | aus FALTER 45/10 vom 10.11.2010

Grumpy, grantig, trifft's wohl ganz gut. Aber etwas anderes hätte man sich von Lou Reed auch nicht erwartet. Die Viennale zollte dem New Yorker Musiker am vorletzten Festivaltag Tribut und zeigte den Dokumentarfilm, den "Lou" über seine fast 100-jährige Cousine gedreht hat, sicher eine sehr beeindruckende Frau und Kämpferin in Sachen Arbeiterrechte. Naja. Nice, nett, trifft's wohl ganz gut. Und wenn der Interviewer nicht so berühmt gewesen wäre, sondern ein Journalismusschüler, wäre er wohl durchgefallen. Sehr gut vorbereitet wirkte er jedenfalls nicht auf ein Jahrhundert Zeitgeschichte. Egal. Hinterher machten Viennale-Direktor Hans Hurch und Musik-Auskenner Edek Bartz dann noch eine Art Doppelinterview mit dem Stargast (an ihrer Interviewtechnik sollten beide jedenfalls noch feilen - zumindest wenn sie einen Gott befragen müssen), das dieser nach einiger Zeit und beängstigend wirren Publikumsfragen zu Recht selbst beendete: "Ich glaube, wir lassen das jetzt." Am nächsten Tag


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