Krankenhäuser statt kranke Häuser

Falter & Meinung | aus FALTER 45/10 vom 10.11.2010

Alois Stöger will endlich Gesundheitsminister sein. Er legt sich völlig zu Recht mit prassenden Provinzfürsten an

Kommentar: Kurt Langbein

Drei Monate lang lag der Plan vor, dann wagte Alois Stöger vergangenen Dienstag den ersten Schritt. 15,4 Milliarden Euro sind 2009 in die Spitäler geflossen, erzählte er Journalisten im Hintergrundgespräch, sechs Prozent mehr als im Jahr davor. Schon 2008 lagen die Kostensteigerungen in den kranken Häusern mit acht Prozent weit über denen der Gesamtwirtschaft.

Der ansonsten nicht gerade für seine Entschlossenheit bekannte Gesundheitsminister verkündete, er wolle nun mit einem neuen Krankenanstaltengesetz Kosten und Qualitätsprobleme in den Griff bekommen. Denn Bund und Krankenkassen zahlen rund die Hälfte der Klinikkosten, haben aber nichts zu sagen.

Jetzt soll das Geld, das der Bund und die Sozialversicherungen zur Finanzierung der Spitäler beisteuern, in einen Fonds wandern und nur dann ausgeschüttet werden, wenn die von den Bundesländern

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