"Da läuten bei mir alle Alarmglocken"

Politik | aus FALTER 45/10 vom 10.11.2010

Steht alles still, weil Erwin Pröll es so will? Ministerin Claudia Schmied legt sich gerne mit ihm an

Interview: Barbara Tóth

Claudia Schmied macht Politik im Gegenwindkanal. Ihre große Schulreform droht einmal mehr am Widerstand der konservativen Länder, allen voran Niederösterreichs Landeshauptmann Erwin Pröll, zu scheitern. Warum sie weitermacht, woher sie ihr Selbstbewusstsein nimmt und wie sie die große Bildungsreform doch noch umsetzen will, erzählt sie hier.

Falter: Sie waren Bankerin. Wären Bankgeneraldirektoren nicht rücktrittsreif, wenn sie einen so mittelmäßigen Dreijahresfinanzplan vorlegen, wie es Josef Pröll und Werner Faymann gerade getan haben?

Claudia Schmied: Natürlich gibt es bei Einsparungen immer unangenehme Dinge. Die Frage ist, wie gehen Regierungen damit um. Ich war letzte Woche in Paris, in Frankreich neigt man zur Revolte auf der Straße. Bei uns wird miteinander gesprochen, das ist ein hoher Wert.

Die unangenehmen Dinge sind das eine, das andere ist ein

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