Nachgesehen?

Politik | Barbara Tóth | aus FALTER 45/10 vom 10.11.2010

Der Schauplatz, am Tag nach dem Geschehen noch einmal betrachtet

Spenden brachten 12.000 Euro für die Heimkehr des Asylbabys Yusof

D ie Geschichte des mit seiner mongolischen Mutter abgeschobenen "Asylbabys" Yusof, die der Falter vor drei Wochen veröffentlicht hat, hat viel bewirkt. Die Journalistin Susanne Scholl, die Therapeutin Barbara Burian-Langegger, die PR-Frauen Brigitte Chouéki, Veronika Pernsteiner und Ulrike Klinger haben ein Treuhandkonto für den Vater Yusofs, Fahim Naziri, eingerichtet. Inzwischen sind über 12.000 Euro eingegangen. Die kleinste Spende betrug sieben, die größte 5000 Euro. Wie geht es nun weiter? Mit diesem Geld kann Naziri, der österreichischer Staatsbürger ist, seine Reise nach Ulan Bator finanzieren. Weil Österreich dort nur ein Konsulat hat, muss die Familie zuerst nach Peking fliegen, um die Einreisegenehmigung für alle zu erhalten. Eine weitere Hürde ist Naziris Gehalt: Er muss ein Nettoeinkommen von 1500 Euro nachweisen - für einen Taxifahrer wird das schwer. Nur zur Erinnerung: Österreichs Asylrichter fanden die Trennung der Familie "zumutbar".


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