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Pressekolumne

Medien | Nina Horaczek | aus FALTER 45/10 vom 10.11.2010

Wenn Journalisten Journalisten treffen: Die Tageszeitung Österreich machte ein Interview. Nicht mit Josef F., der seine Tochter in ein Kellerverlies sperrte und nun im Gefängnis sitzt. Dieses Interview hatte schon die deutsche Bild. Also interviewt Österreich eben den Bild-Interviewer. Das klingt dann so: "Bild-Journalist Wolfgang Ainetter traf im Gefängnis Stein Josef Fritzl. In Österreich erzählt der Reporter, wie er das Exklusivtreffen einfädelte. (...) Wolfgang Ainetter bibbert. Es ist Donnerstag, 28. Oktober, gegen 8.40 Uhr und bitterkalt in Krems-Stein (NÖ). So eisig wie der Interviewpartner, dem der Bild-Reporter bald die Hand schütteln wird. (...) Der Reporter und Fritzl - sie sitzen sich nun Auge in Auge gegenüber. Ainetter: 'Als er mir die Hand geben wollte, erschrak ich. Ich dachte, das sind die Hände, die ein Kellerverlies bauten und seinen Opfern Furchtbares antaten.' 70 Minuten dauert das Exklusivinterview", ist in der Fellner-Zeitung zu lesen. Dank Österreich sind wir jede Sekunde live dabei.


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