Diese Woche haben wir gelernt

Bemerkenswerte Stadt-Begebenheiten

Stadtleben | aus FALTER 45/10 vom 10.11.2010

... dass die Hummer dieser Stadt nun geschützt sind. Ein Luxussupermarkt wurde verurteilt, weil die verkäuflichen Tiere laut Kurier in einem zu kleinen Aquarium übereinander und "gefesselt" - also mit zusammengebundenen Scheren - gehalten wurden. Tierrechtler erwarten nun Konsequenzen für Marktstände und Gourmettempel.

? dass Wien doch nicht aufrüstet. Mit einer Bombe am Flughafen drohte ein englisch sprechender Mann am Freitag - ein Großaufgebot an Polizisten fand nichts. Am Sonntag entdeckte ein Passant am Graben eine Handgranate und verständigte die Polizei - eine Attrappe, wie sich herausstellte.

? dass der Rasen am Heldenplatz wieder saniert werden muss. Letztmals war dies - um 100.000 Euro - nach dem Wien-Marathon der Fall. Nun haben Erntedankfest und Nationalfeiertag dem grünen Patienten zugesetzt, sodass wieder begrast werden muss. Die Burghauptmannschaft will nach eigener Aussage keine Großveranstaltungen am Platz - muss sie aber zulassen, wenn die Republik es verlangt.

... dass ein Werbegeheimnis gelüftet ist. In letzter Zeit zeigten rätselhafte Plakate, die wie Wahlwerbung wirkten, Migranten mit dem Slogan "Wien sagt Danke!". Jetzt bekannte sich die Gebäudereiniger-Innung dazu - womit sie sich bei ausländischen Mitarbeitern bedankt. Machen Migranten auch was anderes außer putzen?

... dass Friedhofvandalismus dem Bezirk Meidling zu schaffen macht. 150 Gräber wurden zerstört. Unterdessen flammt auch die Debatte um jüdische Friedhöfe auf. Die verfallen vielerorts, da eventuelle Nachkommen aus Österreich vertrieben worden sind - wofür sich nun niemand zuständig fühlt.


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