Wien, wo es isst?

Textilviertel: Ums Salz geht's immer noch ein bisschen

Kulinarischer Grätzel-Rundgang

Stadtleben | aus FALTER 45/10 vom 10.11.2010

Lokalaugenschein: Florian Holzer

Ich mein, rein historisch betrachtet ist ja ganz Wien interessant. Aber das Grätzel zwischen Franz-Josefs-Kai, Salzgries und Börse irgendwie besonders. Immerhin war das früher einmal das Ufer und Handelsplatz für Salz, Fisch und Holz, lag mal außerhalb, dann innerhalb der Stadtmauer und wurde ab der Gründerzeit von den Textillagern jüdischer Tuchhändler geprägt, die der Gegend, aber auch vielen Lokalen heute noch ihren speziellen Appeal geben. Generell ist's eher ruhig hier, aber langsam tut sich ein bisschen was. Um den Rudolfsplatz herum sowieso, aber der kommt ein anderes Mal dran.

Edelsteak & Ganslmenü

Wir beginnen im nordwestlichen Zipfel, wo seit 1996 die Doppellokale Livingstone und Planter's agieren. Ersteres ein Restaurant mit erfrischend untypischen Öffnungszeiten und einem Kolonialdesign, das immer noch erträglich ist; Zweiteres eine riesige Erlebnisbar, deren Kulissenhaftigkeit man angesichts des schier unendlichen Angebots erstklassiger

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