Prost!?

Beim Kaffee an Schönes denken - an Italien zum Beispiel

Lexikon der Getränke. Diese Woche: Espresso

Stadtleben | aus FALTER 45/10 vom 10.11.2010

Eine Reise nach Neapel kann zum Anlass genommen werden, um die privaten Praktiken des Kaffeekonsums unter die Lupe zu nehmen. Zunächst muss eine Grundsatzentscheidung getroffen werden. Automaten bringen erst dann die geschmackliche Wende, wenn man bereit ist, die Summe eines Motorino zu investieren. Hohe Qualität und vergleichsweise niedrige Kosten plus sinnliches Vergnügen bietet die klassische Espressokanne. Wer den Kaffee lieber schwarz mit Zucker trinkt, muss mehr zahlen. Mithilfe von geschäumter Milch kommt auch das Aroma von günstigerem Kaffee sehr gut. Es zahlt sich aus, die Bohnen im Supermarkt - nicht allzu fein - zu mahlen. Kaltes Wasser bis zur Unterkante des Ventils einfüllen, Kaffeemehl anhäufen, durch das Schrauben wird das notwendige Zusammenpressen erreicht. Die Hitze sollte nicht zu klein aufgedreht sein, weil sonst unnötige Bitterstoffe entstehen. In der Zwischenzeit kann die Milch fertiggemacht werden. Zu empfehlen sind ein einfacher "Sprudler" in der günstigen oder ein Edelstahlschäumer in der eleganten Ausführung. Im Handumdrehen ist die Milch schaumig und der Blutdruck bereits vor dem ersten Schluck angekurbelt. Wer den Espresso einmal etwas anders süßen will, der kann die Crema selbst herstellen. Dafür gibt man die nötige Menge Zucker in eine Tasse, gießt den ersten Kaffee darüber - Kanne wieder auf den Herd stellen - und rührt solange, bis eine geschmeidige Masse entsteht. Dem Espresso wird dadurch eine karamellartige Note verliehen. Salute! ms


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