Was das Festival Styrian Stylez in diesem Jahr so Schönes bringt

Steiermark | aus FALTER 45/10 vom 10.11.2010

Ja, da fehlt doch was! Ja natürlich, es fehlt so einiges bei Styrian Stylez, der dritten Ausgabe der steirischen Popleistungsschau. Das hat aber auch seine Gründe: Zum einen will das Festival einen Querschnitt bieten, zum anderen würde sämtlich Hörenswertes aus der Steiermark den budgetären Rahmen sprengen. Auf die wiederkehrenden, bekannteren Namen ist schwer zu verzichten, sie sind Publikumsmagneten. Und Veranstalter Stefan Auer hat recht, wenn er meint, dass in Graz "nicht jedes Jahr fünfzig superklasse Sachen auftauchen".

Dreißig Live-Acts und eine Schar an DJs sind heuer zu sehen. Die bekannten Namen dürfte man schon liebgewonnen haben: Binder&Krieglstein, Bunny Lake oder The Incredible Staggers. Gustav hat aus terminlichen Gründen abgesagt, bei Soap&Skin hat man es heuer nicht mehr versucht.

Die ganz großen Neuentdeckungen bleiben vielleicht aus, allerdings wartet das Festival mit einigen Acts auf, die in Graz schon für Aufsehen gesorgt haben: Der Popbastler Effi etwa, das Stimme-&-Piano-Schwerblut Veronika Muchitsch, auch die drei Knaben vom Electro-Rock-Trio Neodisco sind auf einem etwas grellen, aber doch guten Weg. Und mit den Burschen von The Showbox ist eine nette Nachwuchs-Singer/Songwriter-Angelegenheit im Programm.

Schön, dass auch ein unermüdlicher Blues-Arbeiter wie Christian Masser einmal mit von der Partie ist, das Allstar-Projekt Masina des Studio-Tüftlers Sasenko Prolic´ ist live eigentlich nie zu sehen, und die Postpunk-Formation Izen aus dem Code Inconnu/Heifetz-Umfeld findet man sonst auch eher nur im Untergrund. Ts


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