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Ein Singspiel aus dem wilden Wienerwald

Lexikon | aus FALTER 46/10 vom 17.11.2010

Der Schriftsteller Ernst Molden stand zuletzt im Schatten des Musikers Molden. In "Häuserl am Oasch" kommen beide zu ihrem Recht. Einige der Songs gehören zu Moldens besten überhaupt; die Szenen dazwischen sind mehr als nur Rahmenhandlung. "Singspiel" trifft die Sache ziemlich gut, "Zaubermärchen" würde auch passen. Der 739 Jahre alte, grantige Wirt Hugo ist ein enger Verwandter von Raimunds Menschenfeind; die zärtlich-gruselige Verzückung, mit der Heribert Sasse diese Figur ausstattet, ist eines der schauspielerischen Glanzlichter des Abends. Ein weiteres liefert Michou, die als Försterswitwe ein ganzes Döblinger Regiment verkörpert. Ein Abend, der schon deshalb seinesgleichen sucht, weil es dergleichen eigentlich gar nicht gibt. Letzte Vorstellungen! WK

Rabenhof, Mo, Di 20.00


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