Kabarett Kritik

Nicht für die Wuchtel, für das Leben lernen wir

Lexikon | aus FALTER 46/10 vom 17.11.2010

Ein Kabarettprogramm, in dem mehr philosophiert als Schmäh geführt wird? Klingt nach Gunkl, ist aber von Roland Düringer. Der einstige König der Wuchteldrucker gibt sich in "Ich Einleben" geläutert: keine Wuchteln (na ja, fast keine), dafür umso mehr Lebensweisheiten von einem, der offensichtlich viel nachgedacht (und nachgelesen) hat. In einem Frontalvortrag handelt Düringer die großen Themen der Menschheit ab: Geburt und Tod, Ernährung und Fortpflanzung. Der neue Düringer ist nicht unwitzig, aber so lustig wie der alte ist er definitiv nicht. Spätestens beim gespielten Burgenländerwitz am Ende erkennt man, was einem die ganze Zeit gefehlt hat: Düringers Qualitäten als Darsteller kommen an diesem Abend viel zu kurz. Gescheit sind andere auch. Wk

Theater Akzent, Fr 19.30 (Benefiz für Ute Bock)


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