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Wechselspiel von Medien und Gesellschaftsordnung

Lexikon | aus FALTER 46/10 vom 17.11.2010

Durch die Medien erfahren wir, was in der Welt passiert. 9/11, Klimawandel oder Finanzkrise - wir sehen es im Fernsehen, hören es im Radio oder lesen davon in Zeitungen und Internet. Doch die Medien informieren nicht nur, sie können auch kontrollieren; Watergate und Wikileaks gelten als "watchdog" der Mächtigen, werden oftmals als "vierte Gewalt" und wesentlicher Bestandteil demokratischer Gesellschaften gesehen. Wer aber wacht über den Kontrolleuren? Wer legt fest, was eine Nachricht ist und was nicht? Und wie viel Macht haben Werbekunden und Medienmogule wirklich?

Bei der Podiumsdiskussion "Democracy and the Media", die am 21. November im Wiener Burgtheater stattfindet, wird erörtert, wie die Medien unsere Demokratien beeinflussen und wie umgekehrt Medien von Interessen aus Politik und Wirtschaft geprägt werden. Es debattieren die Chefredakteure von New York Times und La Repubblica, Bill Keller und Ezio Mauro, der Geschäftsführer der WAZ-Gruppe, Bodo Hombach, und der Soziologe und Pulitzerpreisträger Paul Starr. Die Diskussion wird von Nicholas Lemann, Dekan der Columbia School of Journalism, geleitet.

Die Veranstaltung findet im Rahmen einer Debattenreihe in Vorbereitung der EU Präsidentschaft Polens 2011 statt, die das Institut für die Wissenschaften vom Menschen (IWM) gemeinsam mit den Tageszeitungen Corriere della Sera, Gazeta Wyborcza, Die Welt und Der Standard organisiert, unter der Schirmherrschaft des polnischen Ministeriums für Kultur und nationales Erbe. Nach der Eröffnungsveranstaltung in Mailand ("Religion in the Public Sphere") und Berlin ("Eintracht und Zwietracht - Europa und seine Nationen") findet die europäische Themenreihe nun in Wien ihrenAbschluss. sK

Burgtheater, So 11.00


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