Musiktheater ?Kritiken

Im Himmel des Gesangs: Händel an der Staatsoper

Lexikon | Andreas Dallinger | aus FALTER 46/10 vom 17.11.2010

In seiner zweiten Premiere beschert Staatsoperndirektor Dominique Meyer mit G.F. Händels "Alcina" Wien einen veritablen Triumph. Regisseur Adrian Noble verlegt das Werk in seine Entstehungszeit. Adelige spielen die Allegorie über die Liebe und arbeiten daran ihren Gefühlshaushalt ab. Das ist ein opulenter und zugleich schlichter, ungemein ästhetischer Rahmen für den strahlenden Sopran des Sängerknaben Shintaro Nakajima, die atemberaubenden Koloraturen von Kristina Hammarström, das zarte Leuchten von Veronica Cangemi, die Ausdrucksstärke von Vesselina Kasarova und die unbegrenzt anmutende Stimme von Anja Harteros in der Titelpartie. Aus dem Orchestergraben glitzert Händels Musik dank des Ensembles Les Musiciens du Louvre - Grenoble unter Marc Minkowski in allen Facetten. Oper vom Feinsten.

Staatsoper, Sa, Di, 19.00


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