Kommentar?

Öko und Interkulti: wie die Grünen in Kulturpolitik machen

Kultur

Falter & Meinung | Matthias Dusini | aus FALTER 46/10 vom 17.11.2010

Du, Michi. Den postmigrantischen Kulturraum dürfen wir nicht vergessen." "Ist ja gut, Mary, aber was ist jetzt gleich noch mal das Migrant-Mainstreaming." "Wie oft noch? Der nächste Punkt lautet Transphobie."

Die SPÖ wird zwar weiterhin das Ressort des Wiener Kulturstadtrats besetzen, im Regierungsübereinkommen lässt sich dennoch die Handschrift des grünen Koalitionspartners erkennen. Das neue Stadtmuseum wird gebaut, und zwar als Ökohaus.

Die Kultursubventionen sollen besser verteilt werden: hinaus in die Stadterweiterungsgebiete, hin zu Menschen mit geringem Einkommen und Migranten. Zusätzlich zum Gratisroman der SPÖ ("Eine Stadt. Ein Buch") wird es einen grünen Gratisfilm ("Eine Stadt. Ein Film") geben.

Der grüne Opferbegriff wird sich auch in der kommunalen Erinnerungspolitik widerspiegeln: Ein Mahnmal für homosexuelle NS-Opfer und ein Denkmal für Wehrmachtsdeserteure sollen entstehen.

Zur Professionalität von Kulturinstitutionen gehört es, neue Publikumsschichten zu erschließen.


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