Zeit am Schirm

TV-Kolumne

Medien | Julia Ortner | aus FALTER 46/10 vom 17.11.2010

Die gequälte Existenz, die sich für die dunkle Seite entscheidet: Dieses Motiv durchzieht schon jede anspruchsvolle US-Serie. Unerreicht sind dabei noch immer die Leiden des depressiven Mafiapaten ("Die Sopranos"), unterhaltsam die Dramen des Serientäters ("Dexter"). In "Breaking Bad" (Arte, Sa, 22 Uhr) spielt jetzt Bryan Cranston einen guten Menschen am Abgrund: Den Highschool-Chemielehrer Walter White, der nur mit Mühe seine schwangere Frau und seinen behinderten Sohn versorgen kann. Als bei ihm Lungenkrebs festgestellt wird, beginnt Walter mithilfe eines Exschülers Meth herzustellen, damit die Familie finanziell abgesichert ist. Der Todkranke begibt sich in die gefährliche Welt von Drogen und organisierter Kriminalität - das Drama ist vorprogrammiert, sein schwarzer Humor macht es kurzweilig. Hauptdarsteller Cranston brilliert in der Rolle - auch weil man bei seinem Anblick immer an einen netten Papa denken muss: Er hat lange den Dad in "Malcolm mittendrin" gespielt.


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