Wien, wo es isst?

Arenbergpark: viel schöner Raum, wenig schöne Versorgung

Kulinarischer Grätzel-Rundgang

Stadtleben | aus FALTER 46/10 vom 17.11.2010

Lokalaugenschein: Florian Holzer

Ich hab es den Freunden, die dort wohnen, ja nie so wirklich glauben wollen, wenn sie sagten, dass es hier nichts gäbe, gar nichts. Das sagen sie immer, und dann findet man aber den armenischen Karottenspezialisten oder den Absinthsammler. Und in einer Gegend wie dem Arenbergpark mit seinen beiden Nebenparks am Sebastianplatz und Ziererplatz, die mit ihren prächtigen Belle-Epoque-Häusern und den offensichtlich riesigen Wohnungen und der Neulinggassenallee grandezzamäßig ja quasi Pariser Ausmaße hat, war das einfach nicht zu glauben.

Zwei Beisln und die Winzerin

Es stimmt aber, keine Traiteure, keine Cafés, keine Bistros, gastroversorgungstechnische Leere. "Wir werden mit Akakiko und Rochus gedemütigt und dafür bestraft, dass wir so schön wohnen", sagt die Freundin. Also das, was da ist: Das Gasthaus Seidl hat zwar einen unfreundlichen Wirten, bietet aber Gasthausküche auf überdurchschnittlich hohem Niveau, in anregend-ambivalentem Design und mit


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