Der Espresso-Jesus

Stadtleben | aus FALTER 46/10 vom 17.11.2010

Das puristischste Lokal der Stadt: nur zwei Produkte, keine Möbel, keine Preise

Lokalkritik: Florian Holzer

Dem jungen Georg Branny mangelt es definitiv nicht an Selbstvertrauen, weshalb man kaum einen Fehler begeht, ihn als "eigene Kategorie" zu bezeichnen. Denn das, was Branny macht, machen sonst nicht viele, und in gewisser Hinsicht hat er's sogar erfunden: Georg Branny, Sohn einer Wiener Cafetierfamilie, ist Barista - also so einer, der Kaffee mahlt, in die Espressomaschine füllt, einen Espresso macht und den dann mundgerecht präsentiert. Was jetzt noch nicht so besonders wäre, nur ist er mit einem Rucksack voll Staatsmeistertiteln in sämtlichen nur denkbaren Kategorien nicht nur der beste in Österreich, sondern war auch schon in internationalen Finali vertreten.

Branny ist außerdem einer der wenigen Protagonisten der sogenannten Latte-Art - dabei verziert oder formt der kunstsinnige Barista den Milchschaum auf dem Kaffee (auch hierfür gibt's Bewerbe) - und zählt zu den Pionieren


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige