Unterwegs mit dem Muffin-Mann

Stadtleben | aus FALTER 46/10 vom 17.11.2010

Der Performance-Künstler Gerald Moser erobert öffentlichen Raum mit Kuchen

Gerichtsbericht: Nina Kaltenbrunner

Vom Essen auf der Straße: Der Künstler, Kurator, (Guerilla-)Koch und Foodhunter Gerald Moser liebt das Interdisziplinäre, nicht das Entweder-oder, sondern das Sowohl-als-auch. In der Kunst wie in der Küche. Wenn er "verrückt forschend" durch die Weltküchen reist, begibt er sich auf die Spuren von Esskulturen, sammelt Rezepte, Eindrücke, Haltungen und Werte rund um die Nahrungsaufnahme. Sein ganz besonderes Interesse gilt dabei dem Essen im öffentlichen Raum; wie Plätze von Straßenküchen, -märkten und -verkäufern eingenommen werden, wie einfallsreiche "Straßenarbeiter" mit tragbaren Currystationen im Stehen oder Gehen kochen und ihre Gerichte dabei gleichzeitig den Passanten anpreisen und verkaufen; wie Streetcooking überhaupt den Raum beeinflusst und verändert. Es ist der soziale Aspekt der Beiläufigkeit von Verpflegung auf der einen Seite und der harte Überlebenskampf

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