"Gute Songs und kluge Selbstironie"

Lexikon | aus FALTER 47/10 vom 24.11.2010

Programmgestalter Klaus Totzler über das Songwriterfestival Blue Bird im Jazzclub Porgy & Bess

In seiner sechsten Auflage präsentiert das Blue-Bird-Festival alte Helden wie Grant Hart, Indiegrößen wie die Hidden Cameras und Scout Niblett sowie Geheimtipps und neue Entdeckungen. Der ORF-Kulturjournalist und Blue-Bird-Organisator Klaus Totzler denkt im Gespräch über die Renaissance des Singer/Songwritertums nach.

Falter: Was zeichnet einen Songwriter aus?

Klaus Totzler: Es geht um gute Songs, die kein Bandkollektiv im Hintergrund brauchen. Bei Aufnahmen will ich auch kein Studio hören. Sobald die Produktion auffällt, wird es uninteressant.

Singer/Songwriter gab es immer. Warum gelten sie derzeit wieder als hip?

Totzler: Popmusik reflektiert den Zeitgeist. Manchmal müssen die Sachen hart sein, dann geht es wieder um etwas anderes. Die 90er waren eine Zeit mit viel schneller Musik, im Rock wie in der Elektronik, danach hat man den Einzelpersonen mit ihren ruhigeren Tönen wieder zugehört.

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