Vernissagen

Schaufenster: die Bauchläden der Städte

Lexikon | aus FALTER 47/10 vom 24.11.2010

Nichts erscheint dem heutigen Passanten natürlicher, als dass er in den Straßen Objekte hinter Glasscheiben antrifft. Dabei entwickelte sich das Schaufenster erst im 19. Jahrhundert, als die Inszenierung der Warenwelt neue Wege ging. Die Auslage, die gleichzeitig anzieht und trennt, faszinierte als moderne Erfindung die Massenmedien ebenso wie die Fotokunst. Das Wien Museum geht nun mit der Ausstellung "Window Shopping" den fotografischen Zeugnissen aus der Geschichte des Schaufensters nach. Die Produktionsmöglichkeit großer Glasscheiben stellt die technischen Voraussetzungen für die Schaukästen der ersten Kaufhäuser dar. Fotografen wie August Stauda, Franz Hubmann, Barbara Pflaum oder Lucca Chmel nutzen die Spiegelungseffekte der Vitrinen für ihre Art der Straßen- und Architekturfotografie. NS

Wien Museum, Mi 24.11., 18.30; bis 13.3.


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