Seid umschlungen, liebe 33.000 Euro!

Steiermark | Herwig G. Höller | aus FALTER 47/10 vom 24.11.2010

Die Leistungsschau zum Kunstförderpreis 2010

Dieser wiederkehrende Termin zählt wohl zu den wichtigsten für die steiermärkische Kunstszene. Alle zwei Jahre vergibt das Land Steiermark den mit 11.000 Euro dotierten Förderungspreis für zeitgenössische bildende Kunst. Hinzu kommen aber weitere Stipendien und Preise, die teils privat gestiftet wurden. Insgesamt geht es um 33.000 Euro, und etwa 200 Einzelkünstler sowie Gruppen haben rechtzeitig eingereicht.

Fünfzehn Positionen davon sind nun in der großen Wettbewerbsausstellung zu sehen, etwa die Hälfte der beteiligten Künstler wird mit Preisen bedacht. Wie üblich wurde erneut ein internationaler Kurator als alleiniges Jurymitglied eingeladen. Christiane Meyer-Stoll, Kuratorin am Kunstmuseum Liechtenstein, hat dabei einen bunten Mix zusammengestellt. Einerseits etwa Arbeiten von ruth anderwald und leonhard Grond, das Künstlerpaar hatte in Shanghai soeben ihre erste internationale Einzelausstellung, die Medienkünstlerin anita Witek oder den umtriebigen Maler alfredo Barsuglia. Andererseits finden sich auch Namen, die bislang keiner größeren Grazer Öffentlichkeit bekannt waren. Etwa heidrun Kocher-Kocher, die mit unterschiedlichen Medien arbeitet, oder der aus Rumänien stammende ovidiu anton, er hat in Graz die Ortweinschule absolviert. Anton ruft in einem Graffito zu "Révolte" auf. Keine Sorge, die Preisverleihung wird erwartungsgemäß sehr gesittet ablaufen.

Künstlerhaus, Eröffnung Fr 18.00


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