Seinesgleichen geschieht??

Was uns am Fall ORF noch Sorgen machen sollte (außer diesem selbst)

Der Kommentar des Chefredakteurs


Armin Thurnher
Falter & Meinung | aus FALTER 47/10 vom 24.11.2010

Ob sich der ORF auflöst? Sicher nicht. Als Regierungs- und Parteienfunk hat er eine wichtige Aufgabe zu erfüllen. Er ermöglicht den regierenden, also über Anzeigenetats verfügenden Parteien, den Zeitungen ein Gegengewicht entgegenzusetzen. Da mag die Kronen Zeitung noch so sehr toben und ein Gebühren-Plebiszit fordern - die Verfügungsgewalt über den ORF lässt sich auch die anschmiegsamste regierende Partei nicht nehmen. Die Gewalt über das öffentlich-rechtliche Medium scheint jeder Regierungspartei zu garantieren, dass sie bei der nächsten Wahl die entscheidenden paar Prozent weniger verliert. Dass eine einzige Partei bei Wahlen gewinnt, steht schon fest.

Deshalb sehen wir in Gestalt all der kotzöden Personalspielchen überbezahlter und überprivilegierter sogenannter ORF-Führungskräfte in Wahrheit nur eines: den undynamischsten Wahlkampf der Welt. Der Schneckenringkampf zwischen Rot und Schwarz zieht jetzt schon seine brutale Schleimspur durch die Medienlandschaft. Dabei

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