"Es gibt bereits Kollateralschäden"

Politik | aus FALTER 47/10 vom 24.11.2010

Überhastet will Ministerin Karl die Forschungslandschaft umgraben - vor dem Sparkurs hegte die Regierung ganz andere Pläne

Bericht: Ingrid Brodnig, Bernhard Fischer

Die Sparpläne der Regierung zeigen erste Wirkung. Zwar musste noch kein einziges Forschungsinstitut zusperren. Trotzdem gebe es bereits einen ersten Kollateralschaden. Das behauptet zumindest Lutz Musner, Vizedirektor des Internationalen Forschungszentrums für Kulturwissenschaften (IFK). "Wir kriegen seit Tagen dutzende Mails von den USA bis China", sagt der Wissenschaftler, "die Leute fragen an, wie es bei uns weitergeht und ob man sich bei uns überhaupt noch bewerben soll: 'Does it make sense to apply for a fellowship at IFK?'"

Die Regierung wollte sparen, die Basisfinanzierung der außerordentlichen Forschungsinstitute sollte gänzlich gestrichen werden. Vergangene Woche präsentierte Wissenschaftsministerin Beatrix Karl (ÖVP) nun ihr neues Fördermodell. Demnach sollen außeruniversitäre Einrichtungen den Unis einverleibt

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