Der Hund bellt, und die Lemminge ziehen weiter

Politik | aus FALTER 47/10 vom 24.11.2010

In seinem neuen Buch beweist sich der Politologe Peter Filzmaier als flotter Schreiber, aber nicht als fundierter Analytiker

Rezension: Barbara Tóth

Zugegeben, es ist nicht einfach, ein gutes Buch über Österreichs Verfasstheit zu schreiben. Zu viel Belangloses wird in der hiesigen Politik aufgebauscht, zu wenig Wichtiges wirklich ausführlich diskutiert. Das Klagen über Österreich, über das sinkende Niveau der öffentlichen Debatten und die merkwürdigen Eigenheiten der "Alpenrepublik" ist inzwischen ein eigenes Genre geworden. Korrespondenten ausländischer Medien verabschieden sich gerne mit einem "Ach Austria"-Buch wie zuletzt Marion Kraske vom Spiegel. Nicht immer heben diese publizistischen Abschiedsgesänge das Debattenniveau, manchmal zumindest den Unterhaltungswert.

Peter Filzmaier wollte sich trotzdem als Austriologe versuchen. Sein Buch namens "Der Zug der Lemminge. Heute stehen wir am Abgrund, morgen sind wir einen großen Schritt weiter" sollte ein höchstpersönlicher Tabubruch


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