Wien Museum, wohin?

Feuilleton | aus FALTER 47/10 vom 24.11.2010

Ein Neubau des Stadtmuseums könnte zum rot-grünen Prestigeobjekt werden. Wo und wofür soll es stehen?

Bauplatzbesichtigung: Matthias Dusini

Er schmuggelte die Avantgarde in den Mainstreamsender Ö3. Und die Klassiksnobs von Ö1 lernten durch ihn Popkultur kennen. Nun plant Wolfgang Kos, 61, der ehemalige Radiojournalist und nunmehrige Direktor der Museen der Stadt Wien, seine größte Umwertung: Ein biederes Stadtmuseum soll das neue Wahrzeichen der Stadt werden.

Zuerst wurde eine Erweiterung des von Oswald Haerdtl geplanten Gebäudes aus den 1950er-Jahren überlegt. Im Sommer 2009 sagte Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny (SPÖ): "Das Haus müsste saniert werden, und es ist zu klein. Außerdem fehlt Wien ein architektonisches Signal, mit dem es sein museales Image korrigieren könnte. Warum nicht ein Neubau?" Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ) nickte zustimmend.

Das Stadtmuseum ist das kulturpolitische Prestigeprojekt der neuen rot-grünen Stadtregierung. In den Koalitionsverhandlungen


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