Kann man über Grasser, Meinl und Co noch lachen?

Feuilleton | aus FALTER 47/10 vom 24.11.2010

Einmal geht's noch: Mit der Realsatire-Show "Unschuldsvermutung" greift der Rabenhof ein altes Konzept wieder auf

Humorkritik: Wolfgang Kralicek

Woran merkt man, dass eine Theaterpremiere ein "Event" ist? Es sind jede Menge Leute da, die man sonst nie im Theater sieht. Und die Vorstellung beginnt mit 20 Minuten Verspätung, weil den Promis der Smalltalk im Foyer mindestens so wichtig ist wie die Aufführung selbst.

Einerseits war die Premiere der realsatirischen Revue "Unschuldsvermutung" im Rabenhof also ohne Zweifel ein Event. Andererseits ist "Unschuldsvermutung" aber auch eine ganz normale Rabenhof-Veranstaltung. Wenn man will, kann man sogar von Vintage Rabenhof sprechen.

Der Abend schließt direkt an jene Produktion an, mit der der Rabenhof vor fast neun Jahren (neu) eröffnet wurde. In "Österreichs größte Entertainer", ausgeheckt vom damaligen Dramaturgen Jochen Herdieckerhoff (1963-2006), empfing Heinz Conrads die berühmtesten Mörder des Landes; wobei der Witz darin bestand, dass


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige