Nüchtern betrachtet

Was man in Köln nicht versäumen sollte

Feuilleton | aus FALTER 47/10 vom 24.11.2010

Feuilletonchef Klaus Nüchtern berichtet aus seinem Leben. Die Kolumnen als Buch: www.falter.at

In einem Ibis-Hotel absteigen ist wie Burger essen bei McDonald's: Man weiß, was man kriegt - weltweit dasselbe. Das hat zum Beispiel den Vorteil, dass man vor Armaturenunfug gefeit ist: In einem Ibis kommt warmes Wasser raus, wenn man am Warmwasserhahn dreht; wer in Designerhotels schon Stunden damit zugebracht hat, Licht- und Wasserzufuhr in gewünschter Helligkeit/Temperatur zu koordinieren, weiß das zu schätzen.

Überaus schätzenswert ist in Köln auch das Bier, welches bekanntlich in sogenannten Kölschkneipen ausgegeben wird, und zwar bis zum Abwinken, sprich: Bis man dem sogenannten Köbes signalisiert, er möge den Zwergenbiernachschub abbrechen, indem man einen der bestechend schlichten Bierdeckel aufs leere Glas legt. Das Kölsch ist relativ leicht, was im Verbund mit den winzigen Formaten (in Finnland ginge das glatt als Schnapsglas durch) und der gut getakteten Versorgung zu hoher

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