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Stadtleben | aus FALTER 47/10 vom 24.11.2010

Sie haben Leichen gesehen oder wurden Zeuge, wie ihre Mütter Opfer von Gewalttaten wurden. Jetzt sind sie in Sicherheit bei Gwendolyn Ploberger. Sie ist Kinderpsychologin im Wiener Integrationshaus, und die Probleme, mit denen ihre Schützlinge zu ihr kommen, sind bitterer Ernst. Alle Familien, die im Integrationshaus leben, mussten vor Krieg oder anderen Notsituationen flüchten. Dabei haben die Kinder gelernt: Nur der Stärkste gewinnt. Sie sind gewohnt, nichts mehr zu kriegen, wenn sie sich nicht vordrängen. Die Familien hoffen, Asyl zu bekommen - mit dieser Ungewissheit werden sie oft nicht fertig und können den Kindern keinen Rückhalt bieten.

Apti ist 14 Jahre alt. Er ist ein guter Schüler und frech wie jeder Teenager. Das war nicht immer so: 2004 floh er mit Mutter und Bruder aus Tschetschenien, seither lebt er im Integrationshaus. Der Vater ist verschollen, die Mutter krank. Sie versuchte ihm klarzumachen, dass er mehr lernen müsse, weniger Kind sein - sie werde bald sterben.


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