Fußball?

Ehrensache: wenn der Schiedsrichter nachfragt

Glosse

Stadtleben | aus FALTER 47/10 vom 24.11.2010

Wolfgang Kralicek über das Treiben auf und neben dem Spielfeld

Am Samstag kam es in der deutschen Bundesliga zu einer interessanten Szene. Dem 2:1 des HSV gegen Hannover war ein Handspiel des Hamburger Stürmers Paolo Guerrero vorangegangen. Der Schiedsrichter hatte es nicht gesehen und fragte beim Spieler nach. Der stritt alles ab, das Tor zählte (der HSV verlor das Spiel dann aber trotzdem noch mit 2:3). Ob man von einem Spieler in einer solchen Situation eine ehrliche Auskunft erwarten darf, ist die Frage. Dass es nicht ausgeschlossen ist, hatte eine Woche vorher der Frankfurter Tormann Oka Nikolov im Spiel gegen Werder Bremen bewiesen. Nach einem Schuss neben sein Tor war sich der Schiedsrichter nicht sicher, ob der Goalie den Ball noch berührt hatte. Der hatte - und er gab es auch zu. Der darauffolgende Eckball brachte nichts ein. Alles andere wäre eine grobe Unsportlichkeit gewesen.


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