Mitten im Leben

Stadtleben | aus FALTER 47/10 vom 24.11.2010

Zwei Psychologinnen machen, was Akademiker halt machen: ein Tageslokal

Lokalkritik: Florian Holzer

Könnte sein, dass wir immer nach den falschen Signalen Ausschau gehalten haben. Könnte sein, dass wir das neue Bewusstsein bei Ess & Trink in gesteigerten Umsatzzahlen von Olivenöl und Biogemüse zu finden hofften. Dass wir den Zustrom zu den Märkten (abzüglich des Gastronomie-Koeffizienten) als Faktor in der Kulinar-Formel einzufügen können glaubten. Dass wir die Anzahl der Lokale in Wien durch die Summe der vorhandenen Landes- und Regionalküchen dividierten, einen Verteilungsschlüssel konstruierten und damit beweisen wollten, dass Wien modern und aufgeschlossen ist. Ging sich aber alles nicht aus.

Der Indikator dafür sind nämlich die jungen Akademiker, die plötzlich beschließen, ein Lokal aufzumachen. Gefühlte 20 Mal war hier im vergangenen Jahr von so einer Geschichte zu lesen, und das ist jetzt kein Anzeichen für die schlechten Karriereaussichten von Uni-Absolventen, glaub


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