Heim-Weh

Steiermark | aus FALTER 47/10 vom 24.11.2010

Pflegekrise in der Steiermark: Die Heime sind voll, die Kosten explodieren. Das müsste nicht sein

Recherche: Gerlinde Pölsler

Frau Sch. kam nur noch mit Hilfe ihres Rollators, eines Rollwägelchens, vom Fleck und hatte Diabetes. Sie konnte aber noch zu Hause leben, weil ihre Tochter sich um sie kümmerte. Morgens kam die Hauskrankenpflege, um ihr beim Frühstücken und Waschen zu helfen und ihren Fuß zu verbinden, mittags sah sie noch einmal nach dem Rechten, und am Nachmittag kehrte ohnehin die Tochter von der Arbeit zurück. "Doch dann hat sich der Zustand der Frau verschlechtert", erzählt Elisabeth Kapper-Weidinger, Krankenschwester und Einsatzleiterin der mobilen Dienste des Hilfswerks im Raum Graz: "Sie konnte sich jetzt auch mit dem Rollator nicht mehr fortbewegen, also nicht einmal mehr allein aufs Klo gehen." Da sah Frau Sch.s Tochter keine andere Möglichkeit mehr: Die Mutter musste in ein Pflegeheim. "Könnten wir mehrere Stunden bei einem Patienten bleiben, hätte Frau Sch.


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