Klaus Katzianka: "Die Leute, die mich anrufen, sind am Ende"

Steiermark | aus FALTER 47/10 vom 24.11.2010

"Die richtigen Demonstranten haben immer Lederjacken an, oder?" Bevor die Fotografen abdrücken, zieht Klaus Katzianka noch schnell seine Weste aus und die Lederjacke an. Seine Betreuerin, die Slowakin Maria G., hilft ihm in die Ärmel und macht den Reißverschluss zu. Sie stützt ihn, während er zum Mikrofon geht, um die Kundgebung zu eröffnen. "Jetzt ist Schluss mit dem Gesülze", schallt es aus den Lautsprechern, "jetzt reden wir mit."

Klaus Katzianka, 49, ist von Geburt an körperbehindert. Der Leobener leitet nicht nur eine Vermittlungsagentur für 24-Stunden-Betreuerinnen sowie eine Trafik, er ist auch ein unermüdlicher Aktivist in Sachen Pflege: 2007 initiierte er das Pflegevolksbegehren, vergangene Woche schlug er in Wien mit einer Pressekonferenz und in Graz mit einer Kundgebung Alarm.

Früher war Katzianka Musiker und Produzent, mit dem Song "Hand in Hand" schaffte er es bis zu "Wetten dass". Zum Aktivisten und Unternehmer ist er geworden, weil er selbst rund um die Uhr Hilfe


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