Kunst Kritik

Reduzierte Formen zur Erweiterung des Bildbegriffs

Steiermark | Ulrich Tragatschnig | aus FALTER 48/10 vom 01.12.2010

In "intermittent geometry" sind die skulpturalen Arbeiten von Gerold Tagwerker mit Malereien bzw. Bildinstallationen von Manuel Knapp kombiniert. Ein in Sachen Feinsinnigkeit hochentwickeltes Ergebnis, weil beide einem modernistisch gefärbten Kunstbegriff auf der Spur sind und sich gut darin ergänzen, diesen auszuhebeln: Während Tagwerker auf ein Modell, das Alexander Rodtschenko in den 1910er-Jahren fertigte, zurückgreift und es verfremdet, dabei Assoziationsfelder aufmacht, welche "die Moderne" zwischen Lifestyle und Holzhackästhetik lavieren lassen, führt Knapp die Vorgaben des modern-konkreten Bildes in unterschiedlich beschaffenen, aber durchwegs schwarzen Oberflächen an die Grenzen der Wahrnehmbarkeit.

Forum Stadtpark, bis 12.12.


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