Film Tipp

Das Todesurteil bleibt immer präsent

Steiermark | Gerlinde Pölsler | aus FALTER 48/10 vom 01.12.2010

Emperger erinnert sich an ihre Mutter

Am 19. Dezember 1944: Die 16-jährige Helga Peskoller wartet in ihrer Gefängniszelle in Klagenfurt auf das Urteil für ihre Mutter. Eigens ist der berüchtigte Volksgerichtshofpräsident Roland Freisler aus Berlin angereist, um ein Exempel zu statuieren. Plötzlich hört sie aufgeregte slowenische Stimmen im Hof. Das Mädchen versteht sie nicht, "aber ich habe es gespürt", sagt die heute 80-Jährige: Die Widerstandskämpferin Maria Peskoller wird zum Tod verurteilt und in Graz ermordet, die Tochter kommt frei. In "Wilde Minze" von Jenny Gand und Lisa Rettl erzählt die lebenslustige alte Dame ihre Erinnerungen an die Mutter und schildert, wie sie ihr Lebtag lang um das Erinnern gekämpft hat - ruhig und eindringlich.

Rechbauerkino, Premiere Fr 18.30


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