Premiere

Auf der Suche nach dem verlorenen Vater

Lexikon | aus FALTER 48/10 vom 01.12.2010

Der Regisseur Markus Kupferblum ist einer der zähesten Kämpfer unter Wiens Theatermachern. Kein Geld ist für ihn kein Grund, kein Theater zu machen. Als zum Beispiel sein Opernprojekt "Die verlassene Dido" nur minimal gefördert wurde, brachte Kupferblum stattdessen ein Solo über das Scheitern des Projekts heraus. Für dieses Solo wurde ihm 2007 der Nestroy für die beste Off-Produktion zugesprochen. Mit dem Preisgeld finanzierte Kupferblum seine neue, sehr persönliche Arbeit: In "Antwort auf einen ungeschriebenen Brief" geht's um seinen Vater, der heuer 100 Jahre geworden wäre. Gemeinsam mit dem israelischen Theatermacher Pablo Ariel und dem Musiker Renald Deppe rekonstruiert der Sohn die bewegte Geschichte eines Mannes, an den er kaum Erinnerungen hat. WK

Semper Depot, Premiere Do (2.12.) 20.00


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